Meldungen aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz

Völkerverständigung über Kriegsgräbern – Kriegstote mahnen zum Frieden

Martinus-Gymnasiums Linz besucht Schlachtfelder von Verdun

© Silvia Charlier, Martinus Gymnasium Linz

Am 6. Juli unternahmen die Klassen 9b und 10b des Martinus-Gymnasiums Linz eine Tagesfahrt nach Ostfrankfreich. Sie besichtigten dort die berüchtigten Schlachtfelder von Verdun mitsamt Stadt. 

Zwischen Februar und Dezember 1916 tobten an diesem Ort erbitterte Kämpfe zwischen Franzosen und Deutschen, um eine militärische Entscheidung im Ersten Weltkrieg herbeizuführen. Es war eine Abnutzungsschlacht ohne Rücksicht auf Verluste. Auf beiden Seiten starben hunderttausende von Soldaten - und auch viele unbeteiligte Zivilisten; die genaue Zahl der Toten lässt sich bis heute nicht festlegen. Verdun ist aufgrund der tragischen Ereignisse von vor über 100 Jahren ein Symbol geworden für die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt. Die Tatsache, dass aktuell, in der Ukraine, ein neuer, brutaler Krieg mitten in Europa geführt wird, erschütterte uns als Besucher dieses Mahn- und Gedenkortes ganz besonders. Die Spuren im Landschaftsbild bei Verdun künden auch heute noch, viele Jahrzehnte nach den Kämpfen, von der monatelangen Materialschlacht und von den verheerenden Folgen der bewaffneten Auseinandersetzung. 

Die Schülerinnen und Schüler besichtigten zusammen mit ihren drei Begleitpersonen (Frau Charlier, Frau Beyen-Unte, Herr Walker) das Beinhaus mit angrenzendem Nationalfriedhof, außerdem das Fort Douaumont sowie das zerstörte Dörfchen Fleury, von dessen einstiger Existenz, bedingt durch die heftigen Bombardements, nur noch Grundmauern zeugen. Einen weiteren Höhepunkt bildete der Besuch des Mémorial, ein modernes Museum, das die historischen Ereignisse um den ehemaligen Schlachtort multimedial und damit anschaulich aufbereitet. Die informative und lebendig vorgetragene, mehrstündige Führung übernahm auch dieses Mal wieder das Ehepaar Hörter vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (Bezirksverband Koblenz): Vielen herzlichen Dank für die tolle Begleitung! 

Bevor die Schülerinnen und Schüler die Stadt Verdun selbst besichtigten, nahmen alle Teilnehmer der Fahrt die Möglichkeit wahr, eine Rose an den tausenden von Gräbern niederzulegen, um der Kriegstoten beider Seiten still zu gedenken.  Verdun – für alle ein ergreifendes und nachhaltiges Erlebnis!

Text: Silvia Charlier; Martinus-Gymnasium Linz
 

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