Meldungen aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz

Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz. Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung

Jahrelanges Projekt findet erfolgreichen Abschluss

Innenminister Roger Lewentz würdigt die Arbeit von GDKE und VDK. © Jürgen Ernst, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege Mainz

Im Landesmuseum in Mainz wurde im Umfeld des Volkstrauertages 2021 das Buch „Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz. Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung“ vorgestellt. Der Veröffentlichung ging ein jahrelanges Kooperationsprojekt zwischen der Direktion Landesdenkmalpflege der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und dem Landesverband Rheinland-Pfalz des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) voraus, in dessen Rahmen die im Bundesland gelegenen anerkannten Kriegsgräberstätten erstmals wissenschaftlich erfasst und dokumentiert wurden. Die Buchvorstellung, welche am 15.11.2021 im Landesmuseum in Mainz stattfand, stellt den erfolgreichen Abschluss des Projektes dar.

Innenminister Roger Lewentz und Martin Haller, Landesvorsitzender des Volksbundes in Rheinland-Pfalz, würdigten die erfolgreiche Zusammenarbeit der beteiligten Partner und unterstrichen die Bedeutung von Kriegsgräberstätten als Orte der Mahnung zum Frieden. Das Projekt nahm mehrere Jahre in Anspruch, um alle Kriegsgräberstätten zu erfassen und wissenschaftlich einzuordnen. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, in dem eine solche Erfassung durchgeführt wurde. Dr. Ewald Wegner, ein inzwischen verstorbener Mitarbeiter der GDKE, hatte mit seiner Forschung zu den Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz einen Grundstock gelegt, auf den im Rahmen des Kooperationsprojektes zurückgegriffen werden konnte.

 

Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser (GDKE) gab anschließend einen Einblick in die geleisteten Arbeiten und den thematischen Aufbau des Buches. Neben einer tabellarischen Auflistung aller erforschten Kriegsgräberstätten werden über 200 besonders relevante Grabanlagen detaillierter vorgestellt. Durch erläuternde Sachbeiträge zu naheliegenden Einzelthemen, etwa aus den Bereichen Gedenkkultur, Denkmalpflege, Regionalgeschichte und Bildungsarbeit, wird das Buch über einen reinen Katalog emporgehoben.

Zum Abschluss stellte Katharina Kreuzarek (GDKE) die Ergebnisse der Forschung in einem Vortrag über „Die Entwicklung der Kriegsgräberstätten von 1870/71 bis heute an ausgewählten Beispielen aus Rheinland-Pfalz“ vor. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Gestaltungsformen sondern auch die Kennzeichen und Typen der einzelnen Grabanlagen thematisiert.

Für eine würdige musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgte das Holzbläserquintett des Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz.

Da auf Grund der vorherrschenden Corona-Situation eine Teilnahme der Öffentlichkeit nicht möglich war, ist geplant, die Buchvorstellung zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.

Die Publikation Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz. Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung. (Softcover, 460 Seiten, ca. 700 Abbildungen) ist zum Preis von 39,95€ plus Versand erhältlich. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an rheinland-pfalz@volksbund.de oder an 06131 – 220 229.

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